Kaffee und Espresso

Cuppuccino, Latte Macchiato, Milchkaffee und Co.

Es gibt keinen Zweifel: Wir leben in einem völlig neuen Zeitalter des Kaffees. Wurde früher in Deutschland fast ausschließlich der übliche Filterkaffee serviert, ist die traditionelle Filterkaffeemaschine inzwischen vom Aussterben bedroht. Wer heute einen leckeren Kaffee genießen möchte, kann zwischen verschiedenen Varianten wählen. Von einem kleinen Espresso nach dem Essen über den Milchkaffee bis hin zum Cappuccino und Latte Macchiato: Der Fantasie der Kaffee Liebhaber sind keine Grenzen gesetzt! Damit aufgrund des vielfältigen Angebots bei der Wahl des Kaffees keine Überforderung auftritt, gehen wir hier auf die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kaffee Klassiker ein.

Milchkaffee

Diese Kaffee Spezialität ist der beste Beweis dafür, dass der Filterkaffee doch noch nicht ganz "im Sterben" liegt. Schließlich wird der Milchkaffee nicht – wie sonst inzwischen üblich – auf Basis des Espressos zubereitet. Nein, der Milchkaffee besteht aus handelsüblichem Filterkaffee. Der Unterschied ist lediglich, dass hierfür in gleichen Teilen warme Milch hinzugegeben wird. Die gute, alte Dosenmilch braucht also nicht aus der hintersten Ecke des Kühlschranks hervorgekramt werden, um diese Kaffee Variation genießen zu können. Wer den Milchkaffee lieber mit Milchschaum statt mit erhitzter Milch zu sich nehmen möchte, braucht sich keinen Zwang antun.

Cappuccino

Was hat der Cappuccino mit einem österreichischen Kapuziner (ein Wiener Kaffee) zu tun? Ganz einfach: Die Farbe beider Heißgetränke erinnert an die Ordenstracht eines Kapuziners und "cappuccio" heißt so viel wie "Kapuze". Wichtiger als die Entstehungsgeschichte des Cappuccinos ist jedoch die Machart. Hier kommt es vor allem auf die Dosierung des Cappuccinos an. Wer sich an das Mischverhältnis (zu gleichen Teilen) von Espresso, Milch und Milchschaum hält, wird bei seinem Cappuccino keine böse Überraschung erleben. Doch wie erhält der Cappuccino sein markantes Aussehen? Nachdem der Espresso in die Tasse gegeben wurde, folgt die cremig geschäumte Milch. Sobald sich diese auf dem Schaum des Espressos abgesetzt hat, werden Sie unverkennbar einen typischen Cappuccino vor sich stehen haben.

Latte Macchiato

Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, warum der Latte Macchiato statt in einer Tasse in einem Glas serviert wird, lautet die Antwort "Schichtsystem". Bei dieser Kaffee Spezialität entstehen nämlich drei Schichten. Während beim Cappuccino die Milch nur leicht aufgeschäumt wird, hat der Milchaufschäumer beim Latte Macchiato mehr Arbeit. Nachdem die flüssige Milch in das Glas gefüllt wurde, ist eine Schicht aus festem Milchschaum an der Reihe. Die Kunst ist es, anschließend einen einfachen Espresso in das Glas gleiten zu lassen – und zwar so vorsichtig, dass sich der Kaffee zwischen Milch und Milchschaum ansiedelt. Der Wärmevorteil des Espressos im Vergleich zur Milch kann hierbei ausgespielt werden.

Fazit: Ob Milchkaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato: Alle drei Varianten wären ohne Milch nur die Hälfte wert. Da auf Espresso-Basis, sind sich der Cappu und der Latte am nähesten. Ein sogenannter "Kaffee Junkie" wird eher den Cappuccino bevorzugen, da dieser einem höheren Kaffeeanteil zugrunde liegt.

3 Kaffeebohnen

Weitere Kaffeespezialitäten

  • Afrikanischer Kaffee: Afrikanischer Kaffee ist ein äußerst aromatischer und würziger Kaffee.
  • Americano: Americano ist ein herkömmlicher Espresso, der mit heißem Wasser gestreckt wird. 
  • Bio Kaffee: Beim Anbau von Bio Kaffee wird auf Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichtet. Dieser nachhaltig angebaute Kaffee ist besonders für Allergiker empfehlenswert.
  • Blümchenkaffee: Blümchenkaffee ist eine allgemein abwertende Bezeichnung für sehr dünn aufgebrühten Kaffee, so dass durch die Flüssigkeit hindurch das Blümchendekor auf dem Grund der Kaffeetasse zu erkennen ist. Möglicherweise geht die Bezeichnung jedoch auf die Zeit zurück, als Kaffee während der Kontinentalsperre aus der Zichorie oder auch Gemeinen Wegwarte gebrüht werden musste.
  • Einspänner: Der Einspänner ist ein kleiner Mokka mit einer großen Haube Schlagsahne, der durch die Sahne hindurch getrunken wird.
  • Eis Kaffee: Für Eis Kaffee wird normal aufgebrühter Kaffee mit gestoßenem Eis oder Speiseeis und oft unter weiterer Zugabe von Schlagsahne serviert.
  • Espresso: Espresso wird aus sehr dunkel gerösteten Bohnen unter Druck gepresst hergestellt. So entsteht die typische Crema.
  • Espresso Coretto: Ein Espresso Coretto ist entweder mit einem Grappa oder einem Amaretto angereichert.
  • Espresso Romano: Ein Espresso Romano wird mit einem Streifen Zitronenschale, der an den Rand der Tasse gesteckt wird, serviert.
  • Fiaker: Der Fiaker ist ein schwarzer Kaffee, der im Glas mit viel Zucker und einer Idee Sliwowitz oder Rum serviert wird.
  • Irish Coffee: Der Irish Coffee besteht aus aufgebrühtem Kaffee mit Zugabe von Whisky, Zucker, Schlagsahne und einer Idee Kakaopulver als Dekoration.
  • Konsul: Ein Konsul ist ein Mokka mit etwas ungeschlagener Sahne.
  • Malzkaffee: Malzkaffee ist Ersatz Kaffee, der oft aus Gerste gewonnen wird. Er gehört deshalb nicht zu den eigentlichen Sorten Kaffee.
  • Melange: Die Melange besteht zur Hälfte aus Kaffee, zur anderen Hälfte aus Milch.
  • Mokka: Der Name Mokka entstammt der jemenitischen Hafenstadt Moccha. Moccha war einst der weltweit bedeutendste Kaffeehafen. Aus dem Jemen kam der Mokka in die Türkei, wo er sehr fein gemahlen und mit Kardamom oder Zimt angereichert aufgegossen wird. So entsteht ein starker, kräftiger Kaffee, der mit viel Zucker und Kaffeesatz getrunken wird. Von der Türkei aus kam der Mokka mit den Osmanen bis nach Wien, wo er auch als Türkischer Kaffee bezeichnet wird.
  • Muckefuck: Der Name Muckefuck stammt wohl vom französischen "mocca faux", also falscher Kaffee. Hiermit kann Ersatz Kaffee aus Pflanzen wie Lupinen oder Traubenkernen bezeichnet werden oder auch abwertend sehr dünner Kaffee.
  • Pharisäer: Der Pharisäer ist ein Kaffee mit Rum, Zucker und Schlagsahne, der zuweilen noch mit Kakaopulver dekoriert wird.